Erziehungswissenschaft im Master of Education

Das Studium der Erziehungswissenschaft führt in die grundlegenden Fragestellungen, Methoden und Theorien des Fachs ein. Es vermittelt den Studierenden Einblick in das breite, differenzierte Spektrum erziehungswissenschaftlicher Fachgebiete und Forschungsfelder. Das Studium der Erziehungswissenschaft ist obligatorischer Bestandteil eines Studiums, das für ein Lehramt an deutschen Schulen qualifiziert.

Das erziehungswissenschaftliche Studium gliedert sich in eine für alle Studierenden gemeinsame fachliche Basis und in verschiedene fachliche Profile, die auf dem Basisstudium aufbauen. Im Profilstudium kommt der methodisch reflektierten Auseinandersetzung mit Fallstudien eine besondere Bedeutung zu. Sie erfolgt i.d.R. im Zusammenhang mit Praxisphasen.

Profile

Das erziehungswissenschaftliche Studium gliedert sich in eine für alle Studierenden gemeinsame fachliche Basis und in vier verschiedene fachliche Profile, die auf dem Basisstudium aufbauen. Die Profile sind berufsfeld- und lehramtsübergreifend angelegt. Sie machen zentrale Probleme pädagogischen Handelns und erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung zu ihrem Gegenstand und nehmen dabei jeweils schulische und außerschulische Berufsfelder in ihrem Zusammenhang in den Blick. Die vier Profile sind in ihrer Struktur, im Umfang der Leistungspunkte und Semesterwochenstunden sowie in ihren Leistungsanforderungen gleichartig.

Umgang mit Heterogenität »

Im Profil "Umgang mit Heterogenität" geht es um das Problem von Gleichheit und Differenz und um die Frage, wie mit Verschiedenheit in Bildungsprozessen und heterogenen Lerngruppen produktiv umgegangen werden kann. Wichtige Dimensionen von Ungleichheit und Heterogenität sind dabei die Geschlechtszugehörigkeit, der kulturellethnische Hintergrund und die soziale Situation von Menschen. Das Profilstudium gliedert sich dementsprechend in die drei Aspektbereiche "Geschlecht", "Kultur/Migration" und "Soziale Benachteiligung/Behinderung" in ihrer Bedeutung für Bildungsprozesse. Die Beschäftigung mit dem Leitthema Heterogenität berührt auch Inhalte anderer Disziplinen. Integriert in das Profil "Umgang mit Heterogenität" sind deshalb unter der Bezeichnung "Spezielle Fächerfragen" auch Lehrangebote aus Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft.

Medien »

Das Profil "Medien" richtet sich an diejenigen Studierenden des Bachelor-Nebenfachs Erziehungswissenschaft, die sich für medienpädagogische Handlungsfelder in Bildung und Erziehung interessieren. Das Profil ist berufsfeldübergreifend angelegt: Es thematisiert schulische sowie außerschulische Aufgabenfelder der Medienpädagogik. Darüber hinaus geht es von einem ‚weiten’ Medienbegriff aus. Damit sind nicht nur die traditionellen Medien (Fernsehen, Radio, Print), sondern auch ausdrücklich die Neuen Medien (Computer, Internet, Multimedia) gemeint. Die Studierenden sollen sich in diesem Profil Wissensbestände und Fähigkeiten aneignen, die sie für die spätere Vermittlung von Medienkompetenz an Kinder, Jugendliche und Erwachsene benötigen. Mit dem Begriff der Medienkompetenz ist nicht nur das Wissen über die Medien gemeint und die Fähigkeit, sie souverän nutzen zu können, sondern auch das Vermögen, sie kritisch-reflexiv für sich selbst und sozial verantwortet einschätzen zu können. Medienkompetenz kann einerseits selbstsozialisatorisch angeeignet werden. Sie muss aber auch pädagogisch gefördert werden. Dafür soll dieses Profil die Grundlagen vermitteln.

Schule, Sozialraum und andere Systeme »

Das Studium des Profils "Schule, Sozialraum und andere Systeme" vermittelt den Studierenden ein systematisches Wissen zu den Kontexten der Schule und trägt somit zur Sensibilisierung der Studierenden für soziale Probleme der Schülerinnen und Schüler bei. Als wohl bedeutendster Kontext von Schule erscheint dabei die sich permanent verändernde Gesellschaft. Insofern spielt das Studium der Theorien des sozialen Wandels und der gesellschaftlichen Entwicklungen eine herausragende Rolle im Rahmen dieses Profils. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, scheinbar individuelle Probleme wie Integration, Leistung, Begabung oder auch Schullaufbahn als Ausdruck und Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse zu verstehen. Im Rahmen des Profilstudiums sollen die Studierenden ihren künftigen Auftrag als pädagogisch Handelnde reflektieren und sich mit ihrem Selbstverständnis auseinandersetzen. Die Verknüpfung von Theorie mit Fallstudien soll es den Studierenden ermöglichen, sich über die Lebenswelten von Schülerinnen und Schülern bzw. Kindern einen Eindruck zu verschaffen. Beobachtungs-, Explorations- und Reflektionskompetenz werden in diesem Zusammenhang ebenfalls geschult.

Organisation und Schulentwicklung »

Spätestens nachdem durch PISA die Diskussion über die Qualität des deutschen Schulsystems in aller Munde ist, muss über die Notwendigkeit, dass Lehrerinnen und Lehrer Kenntnisse über Optimierung von Organisationsstrukturen, Management, Schulentwicklung, Personalentwicklung und Unterrichtsentwicklung verfügen sollten, nicht lange diskutiert werden. Daher sind Fragen der Organisations- und Schultheorie, der allgemeinen Didaktik und Unterrichtsforschung und auch des Lehrerhandelns und der Lehrerprofessionalisierung Gegenstand dieses Profils. Damit haben Sie als Studentin bzw. als Student dieses Profils die Möglichkeit, sich mit den relevanten Aspekten auseinanderzusetzen, die Qualität von Bildungseinrichtungen (insbes. Schule) und Lehr- Lernprozesse (Unterricht) maßgeblich kennzeichnen. Darüber hinaus sollen Sie im Rahmen des Fallstudienmoduls die Möglichkeit erhalten, in Qualitätsentwicklungsprojekten mitzuarbeiten und damit die in der Theorie erworbenen Kenntnisse in der Praxis zu erforschen.


Formalia

Zugangsvoraussetzungen »

Der Zugang zum Master of Education an der Universität Bielefeld setzt die Teilnahme am obligatorischen Beratungsverfahren und einen ersten Hochschulabschluss in einem geeigneten Studiengang voraus. Geeignet in diesem Sinne sind

  • AbsolventInnen des Bachelor-Studiums an der Universität Bielefeld mit einer für das angestrebte Lehramt zugelassenen Fächerkombination und einschlägigem Profilstudium. Bei nicht einschlägigem Profil sind u.U. Angleichungsstudien nach Aufnahme des Masterstudiums möglich.
  • AbsolventInnen eines mindestens sechs-semestrigen Studiums, das entweder wesentliche Teile zweier Unterrichtsfächer oder Erziehungswissenschaften und wesentliche Teile eines Unterrichtsfaches umfasst (Weitere Informationen s. unter Zugang für Externe)

Studienbeginn »

Das Studium kann zum Wintersemester oder zum Sommersemester aufgenommen werden. Allerdings ist das Lehrangebot auf einen Studienbeginn im Wintersemester ausgerichtet. Daher kann ein Studienbeginn im Sommersemester zu Verzögerungen führen.

Bewerbung »

Die Studienplätze für dieses Fach unterliegen prinzipiell einer universitätsinternen Zulassungsbeschränkung. Informationen zu den Zulassungskriterien und dem Verfahren finden Sie auf einer Informationsseite zum Orts-NC. Weitere Informationen, insbesondere über die Bewerbungsfristen und das Bewerbungsverfahren, erhalten Sie beim Studierendensekretariat.

Verantwortlich für das Fach Erziehungswissenschaft ist die Fakultät für Erziehungswissenschaft.

Lehrveranstaltungen »

Die Zeiten und Räume der Lehrveranstaltungen finden Sie im eKVV: GHR | GHR + SP | GymGe. Beachten Sie bitte auch die Seite zur Online-Anmeldung.

Beratung »

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