Hinweis: Diese Seite (einschließlich der Unterseiten) bezieht sich auf das Studium nach dem Studienmodell 2002. Informationen zum Studium dieses Faches nach dem neuen Studienmodell ab dem WiSe 2011/2012 finden Sie auf den neuen Informationsseiten. Beachten Sie dabei bitte auch die Informationen zur neuen Studienstruktur. Bereits eingeschriebene Studierende studieren in der Regel weiter nach dem Studienmodell 2002 Beachten Sie bitte auch die Auslaufregelungen.



Wirtschaftswissenschaften im Bachelor

Generelles Ziel der Wirtschaftswissenschaften ist es, ökonomische Zusammenhänge zu erklären und Aussagen über die Wirkungen wirtschaftlicher Entscheidungen zu treffen. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Erforschung und Gestaltung wirtschaftlicher Prozesse und Strukturen. Im Hinblick auf diese Zielsetzungen sind sowohl theoretische Analysen als auch empirische Untersuchungen notwendig.

Beide Aspekte sind Gegenstand von Lehre und Forschung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Betonung quantitativer Ansätze resultiert aus der Erkenntnis, dass sich komplexe, interdependente wirtschaftliche Tatbestände mit mathematischen Methoden oft präziser beschreiben und kommunizieren lassen als dies in verbaler Form möglich wäre.

Das Studium wird in sechs Profilen angeboten, von denen eines im fortgeschrittenen Studium auszuwählen ist:

Profile

Accounting, Taxes, Finance (Unternehmensrechnung) »

Gegenstände dieses Profils sind die interne und externe Unternehmensrechnung, die finanziellen Entscheidungen im Unternehmen und die steuerlichen Wirkungen betrieblicher Wahlakte. Mit diesen Inhalten sind zentrale kaufmännische Fragestellungen der Unternehmungsführung angesprochen, für die Instrumente, Methoden und grundlegende Theorien vermittelt werden. In der Unternehmenspraxis sind die entsprechenden Aufgabenbereiche häufig in den organisatorischen Einheiten Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Controlling oder Finanzen angesiedelt. Darüber hinaus deckt das Profil auch die marktliche und politische Ebene ab (z.B. Finanzmärkte und Banking oder Steuerpolitik).

Economics »

Das Profil Economics befasst sich vertieft mit Problemen aus dem Bereich der Volkswirtschaftslehre.

  • Im Bereich der Mikroökonomik werden Partialanalysen durchgeführt, die das individuelle ökonomische Verhalten wirtschaftlicher Akteure untersuchen und deren Auswirkungen auf ökonomische Größen, wie etwa Arbeitsangebot und -nachfrage. In mikroökonomischen Totalanalysen wird das Zusammenspiel einzelwirtschaftlicher Entscheidungen auf Märkten analysiert. Die Untersuchungen werden zum einen abstrakt für nicht näher spezifizierte Bereiche und Märkte durchgeführt, zum anderen stehen aber auch spezielle Gebiete im Mittelpunkt der Untersuchungen, wie etwa Aspekte der Kosten- und Leistungsrechnung in Betrieben oder das Funktionieren von Finanzmärkten. Dadurch ergeben sich Anknüpfungspunkte zur Betriebswirtschaftslehre, die in diesem Profil auch vertreten ist.
  • Die Makroökonomik untersucht Volkswirtschaften im Aggregat. Von besonderem Interesse ist hierbei die zeitliche Entwicklung der aggregierten Produktion und des Produktionspotentials. Die Untersuchungen in diesem Profil sind sowohl theoretischer als auch empirischer Natur. In der Theorie werden anhand von Modellen Ergebnisse abgeleitet, die Einblicke in die Funktionsweise von Ökonomien erlauben und das Zusammenspiel wirtschaftlicher Größen erklären. In der Empirie werden ökonometrische und statistische Verfahren angewandt, um die Relevanz theoretischer Modelle anhand ökonomischer Daten zu überprüfen. Studierende erlangen die Kompetenz, die Funktionsweise von wirtschaftlichen Prozessen auf den Ebenen des Unternehmens des Marktes und der gesamten Volkswirtschaft zu verstehen und zu analysieren.
  • Zusätzlich sind Absolventen dieses Profils mit der Wirkungsweise wichtiger wirtschaftspolitischer Instrumente vertraut. Kompetenzen dieser Art sind unter anderem für Tätigkeiten in Wirtschaftsforschungsinstituten, volkswirtschaftlichen Abteilungen von Banken und Versicherungen, sowie in der öffentlichen Verwaltung und bei internationalen Organisationen gefragt. Absolventen dieses Profils bringen auch gute Voraussetzungen für ein Masterstudium, insbesondere mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Quantitative Economics, mit.

Finanzmärkte (Finance) »

Das Profil Finanzmärkte (Finance) setzt sich aus Modulen mit Lehrveranstaltungen zusammen, in denen sowohl allgemeine Themen der Finanzmarktarchitektur als auch in einem spezielleren Sinne die Interaktionen und Koordinationsmechanismen im Finanzsektor einer Volkswirtschaft studiert werden.

  • Das Modul Finanzmärkte I hat eine volkswirtschaftliche Orientierung, während das Modul Finanzmärkte II stärker betriebswirtschaftlich ausgerichtet ist.
  • Das Wahlmodul bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich in Spezialthemen zur Kapitalmarktökonomik einzuarbeiten. Das Wahlmodul beinhaltet insbesondere auch Lehrveranstaltungen, in denen Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung eingesetzt werden, um den Erklärungswert von Kapitalmarkttheorien anhand empirischer Datensätze zu testen.

In Vorbereitung auf eine spätere Managementtätigkeit der AbsolventInnen in internationalen Organisationen sowie in den Kapitalmarkt- und Finanzabteilungen von Banken, Versicherungen, Handel und Industrie wird in dem Profil insbesondere die Fähigkeit entwickelt, allgemeine und abstrakte Modelle für strategische Finanzierungsentscheidungen und zum besseren Verständnis der Funktionsweise von Kapitalmärkten nutzbar zu machen. Gleichzeitig werden durch intensive Schulung im Bereich quantitativer Methoden und im Umgang mit mathematisch formulierten Finanzmarktmodellen die Grundlagen für ein weiterführendes Masterstudium gelegt.

Management, Innovation, Marketing »

Management, Innovation, Marketing: Es werden die grundlegenden Kompetenzen vermittelt, um Entscheidungsträgern bei der Lösung operativer und strategischer Aufgaben im Rahmen der Unternehmensführung, des Innovationsmanagements, des Marketings und/oder des Personalmanagements zu unterstützen.

Management Science »

In dem Profil Management Science wird den Studierenden die Fähigkeit vermittelt, moderne quantitative wirtschaftswissenschaftliche Methoden zu verwenden, um relevante betriebliche Entscheidungsprobleme zu analysieren, zu verstehen und zu lösen. AbsolventInnen dieses Profils sollen durch die Verbindung von hoher methodischer Kompetenz mit inhaltlichen Schwerpunkten in mehreren Bereichen der betrieblichen Entscheidungsfindung einerseits in der betrieblichen Praxis vielfältig und flexibel einsetzbar sein und andererseits eine fundierte Basis für ein weiterführendes quantitativ orientiertes Master-Studium im Bereich Management Science besitzen. Im methodischen Bereich liegen die inhaltlichen Schwerpunkte dieses Moduls in der Vermittlung moderner numerischer und analytischer Methoden des Operations Research sowie der Analyse strategischen Verhaltens. Veranstaltungen in den Bereichen der Produktionsplanung, des Marketings, des Informationsmanagements sowie des strategischen Verhaltens im Wettbewerb machen die Studierende mit wichtigen betrieblichen Fragestellungen vertraut und zeigen auf, wie die vermittelten Methoden mit Erfolg eingesetzt werden können.

Quantitative Methods »

In den modernen Wirtschaftswissenschaften, sowohl in volkswirtschaftlichen als auch in betriebswirtschaftlichen Bereich, sind nicht Daten der Engpass, sondern die Ressourcen und Methoden, die richtigen Schlüsse aus diesen zu ziehen. Das ist insbesondere deshalb von Interesse, weil Daten in Form von Datenbanken, Umfrageergebnissen oder sonstigen Quellen zum großen Teil die Grundlage für Entscheidungen bilden, sowohl aus politischer wie aus Sicht der Unternehmungsführung. Im Profil Quantitative Methoden sollen die methodischen Schwerpunkte und Konzepte im Bereich quantitativer Wirtschaftwissenschaften vorgestellt werden und in konkrete praktischen Anwendungen geübt werden. Betont wird dabei die Berücksichtigung des stochastischen Elements in ökonomischen Modellen und seine Behandlung durch Nutzung statistischer und ökonometrischer Ansätze. Außerdem werden Daten-analytische Verfahren zur Extrahierung der Grenzen der Leistungsfähigkeit dieser Methoden ausführlich diskutiert.


Formalia

Studienumfang und -dauer, Prüfungen »

Das Fach kann als Kernfach mit vertiefendem Nebenfach, als Kernfach und als Nebenfach studiert werden. Das Studium ist modular aufgebaut und umfasst im Kernfach mit vertiefendem Nebenfach 180, im Kernfach 120 und im Nebenfach 60 Leistungspunkte. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. An die Stelle einer Abschlussprüfung treten studienbegleitende Einzelleistungen.

Hinweis zu den Kombinationsmöglichkeiten: Das Kernfach Wirtschaftswissenschaften kann nur mit den Nebenfächern Wirtschaftswissenschaften (Kernfach mit vertiefendem Nebenfach), Rechtswissenschaften und Informatik kombiniert werden.

Zugangsvoraussetzungen »

Voraussetzung für den Zugang zum Studium ist das Abitur oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss.

Studienbeginn »

Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.

Bewerbung »

Die Studienplätze für dieses Fach unterliegen einer universitätsinternen Zulassungsbeschränkung (Orts-NC). Weitere Informationen, insbesondere über die Bewerbungsfristen und das Bewerbungsverfahren, erhalten Sie beim Studierendensekretariat. Wenn Sie wissen möchten, welcher NC in früheren Semestern galt, sehen Sie bitte hier nach.

 

Verantwortlich für das Fach Wirtschaftswissenschaften ist die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Lehrveranstaltungen »

Die Zeiten und Räume der Lehrveranstaltungen finden Sie im eKVV: Kernfach mit vertiefendem Nebenfach, Kernfach, Nebenfach.

Beratung »

Sie haben Fragen, auf die Sie in unserem Internetangebot keine Antwort finden? Nutzen Sie das Beratungsangebot!

Weitere Web-Seiten »

Zeugnis »

Formular zur Beantragung des Bachelorzeugnisses.