Hinweis: Diese Seite (einschließlich der Unterseiten) bezieht sich auf das Studium nach dem Studienmodell 2002. Informationen zum Studium dieses Faches nach dem neuen Studienmodell ab dem WiSe 2011/2012 finden Sie auf den neuen Informationsseiten. Beachten Sie dabei bitte auch die Informationen zur neuen Studienstruktur. Bereits eingeschriebene Studierende studieren in der Regel weiter nach dem Studienmodell 2002.



Sportwissenschaft im Bachelor

Das Bachelor-Studium Sportwissenschaft vermittelt fachliche Kenntnisse und praktische Fähigkeiten; es bietet eine Einführung in grundlegende Wissensbestände und Arbeitsweisen der Sportwissenschaft. Damit qualifiziert es für berufliche Anforderungen, die sich in verschiedenen Berufen im Sport stellen.

In der Sportwissenschaft findet sich eine Vielfalt wissenschaftlicher Zugänge. Das Spektrum reicht von experimentell-naturwissenschaftlichen (z.B. Sportmedizin) über empirisch-sozialwissenschaftliche (z.B. Sportpsychologie) bis zu geisteswissenschaftlichen Disziplinen (z.B. Sportgeschichte). Diese Vielfalt ist in vier Arbeitsbereichen organisiert: 1. Sportmedizin (Training und Gesundheit), 2. Bewegung und Motorik, 3. Sport und Gesellschaft, 4. Sportunterricht und Erziehung.

Neben dem Studium der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen steht mit fast gleichem Gewicht die Einführung in die kulturelle Praxis von Bewegung, Spiel und Sport. An der Universität Bielefeld wird die Lehre unter diesen beiden Aspekten aufeinander bezogen. Dies wird auch dadurch unterstützt, dass die Lehrkräfte nach Möglichkeit in Theorie und Praxis lehren.

Als berufsbezogener Abschluss bietet der Bachelor Sportwissenschaft Zugang unter anderem zu Berufen in Sportorganisationen, in der Sportverwaltung, im Gesundheitssystem und in verschiedenen Bildungseinrichtungen, auch im staatlichen Schuldienst. Er bietet zugleich die Voraussetzung und Grundlage für eine weitere akademische Ausbildung in einem Masterstudiengang.

Profile

Der Bachelor-Studiengang Sportwissenschaft kann in vier verschiedenen Profilen studiert werden:

Wirtschaft und Gesellschaft (Kernfach mit vertiefendem Nebenfach) »

Im Bachelorprofil "Wirtschaft und Gesellschaft" erwerben Sie sport- und wirtschaftsbezogene Kenntnisse und Kompetenzen, die Sie für konzeptionelle und leitende Tätigkeiten in sportbezogenen Organisationen qualifizieren:

  • Sie erhalten eine Einführung in die unterschiedlichen Teildisziplinen der Sportwissenschaft.
  • Sie erwerben ein fundiertes Wissen im Bereich der Sportsoziologie und Sportökonomie und lernen, dieses Wissen in sportbezogenen Feldern anzuwenden.
  • Sie werden im Rahmen integrierter wirtschaftswissenschaftlicher Studien in die Grundlagen der Betriebs- und Volkswirtschaft eingeführt.
  • Sie sammeln in berufsfeldbezogenen Studien erste Praxiserfahrungen und erwerben Kompetenzen im Bereich des Sportverantstaltungs- und Sportprogramm-Managements.

Nach einem Bachelor-Abschluss im Fach Sportwissenschaft mit dem Profil "Wirtschaft und Gesellschaft" können Sie Ihr Studium in dem Masterstudiengang "Organisationsentwicklung und Management" aufbauend fortsetzen.



Psychologie und Bewegung (Kernfach mit vertiefendem Nebenfach) »

Das Studium qualifiziert für sportbezogene Beratungs- und Interventionsfelder und setzt dabei den Schwerpunkt auf bewegungsbezogene und sportpsychologische Kompetenzen. Die Ausbildung bereitet vor auf Tätigkeiten in Sportorganisationen und Einrichtungen mit leistungs- oder freizeitsportlicher Ausrichtung, bei Anbietern im Gesundheitssektor und der Bewegungs- und Sporttherapie sowie in Firmen der bewegungsbezogenen Freizeitindustrie. Im Zentrum des Studiums steht die Vermittlung von Wissensbeständen zu den psychischen, psychosomatischen und kognitiven Komponenten sportlichen Bewegungshandelns. Die daraus ableitbaren Strategien zur systematischen Beeinflussung des Bewegungshandelns stellen einen Schwerpunkt des Studiums dar. Der Studiengang integriert dabei auch gesundheitsbezogene Inhalte. Die Studierenden erwerben die Kompetenz Bewegungsverhalten und Bewegungserleben erfassen, erklären und vorhersagen zu können. Diese diagnostische Kompetenz versetzt sie in die Lage, Bewegung als Mittel der psychischen und motorischen Intervention ein zu setzten. Auf der Basis fundierten Wissens zu den Themenfeldern Sportpsychologie, Bewegungsorganisation, motorisches Lernen und Trainingssteuerung sind Absolventen in der Lage, strukturierte Interventionen zur systematischen Beeinflussung des Bewegungshandelns entwickeln zu können. Grundlagen und Kenntnisse im Bereich der Sportökonomie und des Sportprogramm-Managements befähigen die Studierenden dieses Profils gleichsam, Konzepte der Bewegungsintervention hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Realisierbarkeit beurteilen zu können. Darüber hinaus können Strategien der Kommunikation und Interaktion in bewegungsbezogenen Settings in den Blick genommen werden.

Studierende, die im Profil "Psychologie und Bewegung" den Bachelor-Grad erworben haben, können darauf aufbauend ihr Studium in dem Masterstudiengang "Intelligenz und Bewegung" fortsetzen.



Entwicklungsförderung - Kindheit - Jugend »

Dieses Profil (EKJ) qualifiziert neben dem Berufsfeld "Schule" auch für andere pädagogische Berufsfelder, die sich inhaltlich mit Fördermaßnahmen, Sozialisation, Erziehung und Bildung im Bereich "Bewegung, Spiel und Sport im Kindes- und Jugendalter" beschäftigen. Der Studiengang soll der gestiegenen Bedeutung, die Bewegung, Spiel und Sport in der betreffenden Altersspanne zukommt, Rechnung tragen, und zwar sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich. Bewegung, Spiel und Sport können nicht nur den negativen Begleiterscheinungen des Bewegungsmangels entgegensteuern, sondern auch bestimmte Entwicklungsprozesse positiv beeinflussen. Da die Altersspanne der 6- bis 16-jährigen durch große Verschiedenheit (z.B. hinsichtlich des Leistungsstandes und des Entwicklungstempos) und Vielfältigkeit (z.B. in Bezug auf soziale, ethnische und kulturelle Hintergründe oder in Bezug auf ihre geschlechtsspezifische Prägung) gekennzeichnet ist, ist der Studiengang auf diese Phänomene besonders ausgerichtet.

Die Ziele des Profils EKJ liegen darin, einerseits fundierte Kenntnisse und Reflexionsfähigkeit in den Grundlagenfächern der Sportwissenschaft und der Sportpraxis zu vermitteln, die für die entsprechenden Berufsfelder von Bedeutung sind. Andererseits soll das Studium zu reflektierter, praktisch-pädagogischer und programmatischer Arbeit speziell mit Kindern und Jugendlichen befähigen. Dabei werden in besonderem Maße Kenntnisse im Bereich motorischer Schwächen im Kindes- und Jugendalter sowie Fähigkeiten zur pädagogischen Gestaltung von Spiel- und Sportsituationen mit Kindern, die einen Förderbedarf haben, notwendig.

Die Ausbildung orientiert sich stark an der Berufspraxis; in 14 Wochen studienbegleitender Praktika wird unter Anleitung in verschiedene Berufsfelder eingeführt, auf Wunsch von Beginn an in das Berufsfeld "Schule". In der Verbindung von theoretischen und praktischen Veranstaltungen wird eine Verknüpfung von wissenschaftlicher Ausbildung und beruflicher Tätigkeit ermöglicht. Spezielle Kenntnisse für pädagogische Berufsfelder werden in interdisziplinären Modulen erworben.

Mögliche Berufsfelder sind die Grund-, Haupt- und Realschule (GHR). Weitere Berufsfelder bilden: der Elementarbereich (Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten), der Bereich der Bewegungs- und Körpertherapien bei Trägern des Gesundheitssystems und in freien therapeutischen Praxen sowie in der Tourismusindustrie (sportbezogene Jugendreisen).

Jugend - Bildung - Unterricht »

Das Profil "Jugend - Bildung - Unterricht" ist vor allem auf Berufe ausgerichtet, in denen es darum geht, Sport für Jugendliche und junge Erwachsene aufzubereiten, Sport zu vermitteln und seine Vermittlung zu organisieren. Solche Berufe finden sich in Bildungseinrichtungen, in den Sportorganisationen und zunehmend auch im kommerziellen Sektor. Typischerweise steht die Vermittlung des Sports hier unter einem pädagogischen Anspruch auf ganzheitliche Förderung. Ausdrücklich gilt das für das Berufsfeld "Schule". Das Profil ist daher besonders geeignet für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen, das in der Masterphase mit dem ersten Staatsexamen in Form des Masters abschließt. Entsprechend erwerben Studierende, die das Berufsfeld "Schule" anstreben mit dem Bachelor in diesem Profil einen notwendigen Baustein für die spätere Lehrbefähigung.

Das Profil ist entsprechend organisiert: In den Modulen "Theorie des Sports" erhalten die für die Vermittlung des Sports grundlegenden Inhalte, darunter Pädagogik und Didaktik, besonderes Gewicht. Die Module "Theorie und Praxis des Sports" erfassen die Breite des Sports, wie sie auch in der Schule nach den aktuellen Lehrplänen zu unterrichten ist. Die Module "berufsbezogene Studien" enthalten wiederum ein reichhaltiges Angebot, um die die für Vermittlungsberufe spezifischen Qualifikationen zu verbessern. Ein orientierendes Praktikum im weiten Feld sportbezogener Tätigkeitsbereiche und ein angeleitetes Praktikum in der Schule ("Schulpraktische Studien") vermitteln Erfahrungen in einer der möglichen Berufsrollen.

Individuelle Profilierung im Sport (nur Nebenfach) »

Dieses Profil kann nur als Nebenfach studiert werden und ermöglicht eine Qualifizierung für außerschulische Tätigkeitsfelder. Es zielt darauf ab, Studierende verschiedener Kernfächer in wesentliche Arbeitsfelder der Sportwissenschaft einzuführen, um darauf aufbauend individuelle Profilierungen zu ermöglichen.

In diesem Sinn bietet die Organisation des Profils in den Modulen der Theorie des Sports (TdS) eine möglichst breite Theorieausbildung an, die sportwissenschaftliche Aspekte der Pädagogik, Medizin, Psychologie und Soziologie sowie der Bewegungs- und Trainingswissenschaft beinhaltet. Ergänzend dazu werden (anwendungsorientierte) Methoden der Sportvermittlung gelehrt. Aufbauend auf dieser breiten Basis können in verschiedenen Vertiefungsveranstaltungen individuelle Profilierungen vorgenommen werden, die in direktem Bezug zum gewählten Kernfach stehen.

Parallel zur theoretischen Ausbildung erfolgt in den Modulen der Theorie und Praxis der Sportarten (TPS) die sportpraktische Ausbildung. Auch in diesen Modulen wird das Prinzip aufrechterhalten, dass sich die Studierenden, aufbauend auf einer verpflichtenden Basis, nach eigener Neigung und Interessenslage individuell profilieren können.

Das Profil ist keinem direkten Tätigkeitsfeld zuzuordnen. Die Berufsperspektiven ergeben sich vielmehr aus dem zu studierenden Kernfach, für welches das Profil "Individuelle Profilierung im Sport" eine zusätzliche Qualifikation darstellt.


Formalia

Studienumfang und -dauer, Prüfungen »

Das Fach kann als Kernfach mit vertiefendem Nebenfach, als Kernfach und als Nebenfach studiert werden. Das Studium ist modular aufgebaut und umfasst im Kernfach mit vertiefendem Nebenfach 180, im Kernfach 120 und im Nebenfach 60 Leistungspunkte. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. An die Stelle einer Abschlussprüfung treten studienbegleitende Einzelleistungen.

Zugangsvoraussetzungen »

Voraussetzung für den Zugang zum Studium ist das Abitur oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss. Die in sportwissenschaftlichen Studiengängen übliche Eignungsfeststellung findet studienbegleitend statt.

Studienbeginn »

Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.

Bewerbung »

Die Studienplätze für dieses Fach unterliegen einer universitätsinternen Zulassungsbeschränkung (Orts-NC). Weitere Informationen, insbesondere über die Bewerbungsfristen und das Bewerbungsverfahren, erhalten Sie beim Studierendensekretariat. Wenn Sie wissen möchten, welcher NC in früheren Semestern galt, sehen Sie bitte hier nach.

Bei der Einschreibung ist im Studierendensekretariat eine ärztliche Bescheiningung vorzulegen, die die Sporttauglichkeit der sich einschreibenden Person attestiert. Am Tage der Einschreibung darf die ärtzliche Bescheinigung nicht älter als 3 Monate sein.

 

Verantwortlich für das Fach Sportwissenschaft ist die Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Abteilung Sportwissenschaft.

Lehrveranstaltungen »

Die Zeiten und Räume der Lehrveranstaltungen finden Sie im eKVV

Schulische Praxisstudien »

Anmeldung zu schulischen Praxisstudien in Form eines Blockpraktikums
Formulare zur Bescheinigung von Praxisstudien durch Schulen und Lehrende.

Beratung »

Sie haben Fragen, auf die Sie in unserem Internetangebot keine Antwort finden? Nutzen Sie das Beratungsangebot!

Zeugnis »

Formular zur Beantragung des Bachelorzeugnisses.

Attest & Eignung »

Bei der Einschreibung ist die Sporttauglichkeit nachzuweisen (Attest). Die Eignungsfeststellung findet studienbegleitend statt.