Hinweis: Diese Seite (einschließlich der Unterseiten) bezieht sich auf das Studium nach dem Studienmodell 2002. Informationen zum Studium dieses Faches nach dem neuen Studienmodell ab dem WiSe 2011/2012 finden Sie auf den neuen Informationsseiten. Beachten Sie dabei bitte auch die Informationen zur neuen Studienstruktur. Bereits eingeschriebene Studierende studieren in der Regel weiter nach dem Studienmodell 2002.



Erziehungswissenschaft im Bachelor (Nebenfach)

Das Nebenfachstudium der Erziehungswissenschaft führt in die grundlegenden Fragestellungen, Methoden und Theorien des Fachs ein. Es vermittelt den Studierenden Einblick in das breite, differenzierte Spektrum erziehungswissenschaftlicher Fachgebiete und Forschungsfelder. Im Rahmen des Studiums der Erziehungswissenschaft kann ein integriertes sonderpädagogisches Studium mit den Förderschwerpunkten "Lernen" und "Emotionale und soziale Entwicklung" absolviert werden.

Das Nebenfachstudium der Erziehungswissenschaft ist obligatorischer Bestandteil eines Studiums, das für den Lehrerberuf qualifiziert. Jenseits des Lehrerberufs können die im Nebenfachstudium der Erziehungswissenschaft erworbenen Kenntnisse das Berufsfeld des gewählten Kernfachs im Hinblick auf eine pädagogische Ausrichtung ergänzen. Mögliche Tätigkeitsfelder sind beispielsweise in den Bereichen der außerschulischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung, der sozialen Arbeit und Beratung sowie in Medien, Schule, Verlag und Museum zu sehen. Im Studium spielen Praxisphasen und deren theoretische Reflexion eine zentrale Rolle. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der methodisch reflektierten Auseinandersetzung mit Fallstudien zu. Sie erfolgt i.d.R. im Zusammenhang mit Praxisphasen.

Profile

Das erziehungswissenschaftliche Nebenfachstudium gliedert sich in eine für alle Studierenden gemeinsame fachliche Basis und in vier verschiedene fachliche Profile, die auf dem Basisstudium aufbauen. Die Profile sind berufsfeld- und lehramtsübergreifend angelegt. Sie machen zentrale Probleme pädagogischen Handelns und erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung zu ihrem Gegenstand und nehmen dabei jeweils schulische und außerschulische Berufsfelder in ihrem Zusammenhang in den Blick. Die vier Profile sind in ihrer Struktur, im Umfang der Leistungspunkte und Semesterwochenstunden sowie in ihren Leistungsanforderungen gleichartig. Jedes Lehramt, mit Ausnahme des kombinierten Lehramts Grund-, Haupt und Realschule (GHR) mit Lehramt Sonderpädagogik (SP), kann von jedem Profil aus erreicht werden. Das Erreichen des kombinierten Lehramts GHR mit Lehramt SP ist an das Studium des Profils Umgang mit Heterogenität gebunden.

Im Profilstudium (ab dem dritten Semester) wählen die Studierenden eines der folgenden Profile:

Umgang mit Heterogenität »

Im Profil "Umgang mit Heterogenität" geht es um das Problem von Gleichheit und Differenz und um die Frage, wie mit Verschiedenheit in Bildungsprozessen und heterogenen Lerngruppen produktiv umgegangen werden kann. Wichtige Dimensionen von Ungleichheit und Heterogenität sind dabei die Geschlechtszugehörigkeit, der kulturellethnische Hintergrund und die soziale Situation von Menschen. Das Profilstudium gliedert sich dementsprechend in die drei Aspektbereiche "Geschlecht", "Kultur/Migration" und "Soziale Benachteiligung/Behinderung" in ihrer Bedeutung für Bildungsprozesse. Die Beschäftigung mit dem Leitthema Heterogenität berührt auch Inhalte anderer Disziplinen. Integriert in das Profil "Umgang mit Heterogenität" sind deshalb unter der Bezeichnung "Spezielle Fächerfragen" auch Lehrangebote aus Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft.

Medien »

Das Profil "Medien" richtet sich an diejenigen Studierenden des Bachelor-Nebenfachs Erziehungswissenschaft, die sich für medienpädagogische Handlungsfelder in Bildung und Erziehung interessieren. Das Profil ist berufsfeldübergreifend angelegt: Es thematisiert schulische sowie außerschulische Aufgabenfelder der Medienpädagogik. Darüber hinaus geht es von einem 'weiten' Medienbegriff aus. Damit sind nicht nur die traditionellen Medien (Fernsehen, Radio, Print), sondern auch ausdrücklich die Neuen Medien (Computer, Internet, Multimedia) gemeint. Die Studierenden sollen sich in diesem Profil Wissensbestände und Fähigkeiten aneignen, die sie für die spätere Vermittlung von Medienkompetenz an Kinder, Jugendliche und Erwachsene benötigen. Mit dem Begriff der Medienkompetenz ist nicht nur das Wissen über die Medien gemeint und die Fähigkeit, sie souverän nutzen zu können, sondern auch das Vermögen, sie kritisch-reflexiv für sich selbst und sozial verantwortet einschätzen zu können. Medienkompetenz kann einerseits selbstsozialisatorisch angeeignet werden. Sie muss aber auch pädagogisch gefördert werden. Dafür soll dieses Profil die Grundlagen vermitteln.

Schule, Sozialraum und andere Systeme »

Das Studium des Profils "Schule, Sozialraum und andere Systeme" vermittelt den Studierenden ein systematisches Wissen zu den Kontexten der Schule und trägt somit zur Sensibilisierung der Studierenden für soziale Probleme der Schülerinnen und Schüler bei. Als wohl bedeutendster Kontext von Schule erscheint dabei die sich permanent verändernde Gesellschaft. Insofern spielt das Studium der Theorien des sozialen Wandels und der gesellschaftlichen Entwicklungen eine herausragende Rolle im Rahmen dieses Profils. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, scheinbar individuelle Probleme wie Integration, Leistung, Begabung oder auch Schullaufbahn als Ausdruck und Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse zu verstehen. Im Rahmen des Profilstudiums sollen die Studierenden ihren künftigen Auftrag als pädagogisch Handelnde reflektieren und sich mit ihrem Selbstverständnis auseinandersetzen. Die Verknüpfung von Theorie mit Fallstudien soll es den Studierenden ermöglichen, sich über die Lebenswelten von Schülerinnen und Schülern bzw. Kindern einen Eindruck zu verschaffen. Beobachtungs-, Explorations- und Reflektionskompetenz werden in diesem Zusammenhang ebenfalls geschult.

Organisation und Schulentwicklung »

Spätestens nachdem durch PISA die Diskussion über die Qualität des deutschen Schulsystems in aller Munde ist, muss über die Notwendigkeit, dass Lehrerinnen und Lehrer Kenntnisse über Optimierung von Organisationsstrukturen, Management, Schulentwicklung, Personalentwicklung und Unterrichtsentwicklung verfügen sollten, nicht lange diskutiert werden. Daher sind Fragen der Organisations- und Schultheorie, der allgemeinen Didaktik und Unterrichtsforschung und auch des Lehrerhandelns und der Lehrerprofessionalisierung Gegenstand dieses Profils. Damit haben Sie als Studentin bzw. als Student dieses Profils die Möglichkeit, sich mit den relevanten Aspekten auseinanderzusetzen, die Qualität von Bildungseinrichtungen (insbes. Schule) und Lehr- Lernprozesse (Unterricht) maßgeblich kennzeichnen. Darüber hinaus sollen Sie im Rahmen des Fallstudienmoduls die Möglichkeit erhalten, in Qualitätsentwicklungsprojekten mitzuarbeiten und damit die in der Theorie erworbenen Kenntnisse in der Praxis zu erforschen.


Formalia

Studienumfang und -dauer, Prüfungen »

Das Fach kann im Bachelor als Nebenfach studiert werden. Das Studium ist modular aufgebaut und umfasst 60 Leistungspunkte. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. An die Stelle einer Abschlussprüfung treten studienbegleitende Einzelleistungen.

Zugangsvoraussetzungen »

Voraussetzung für den Zugang zum Studium ist das Abitur oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss.

Studienbeginn »

Das Studium kann zum Wintersemester oder zum Sommersemester aufgenommen werden. Allerdings ist das Lehrangebot auf einen Studienbeginn im Wintersemester ausgerichtet. Daher kann ein Studienbeginn im Sommersemester zu Verzögerungen führen.

Bewerbung »

Die Studienplätze für dieses Fach unterliegen einer universitätsinternen Zulassungsbeschränkung (Orts-NC). Weitere Informationen, insbesondere über die Bewerbungsfristen und das Bewerbungsverfahren, erhalten Sie beim Studierendensekretariat. Wenn Sie wissen möchten, welcher NC in früheren Semestern galt, sehen Sie bitte hier nach.

 

Verantwortlich für das Fach Erziehungswissenschaft ist die Fakultät für Erziehungswissenschaft.

Lehrveranstaltungen »

Die Zeiten und Räume der Lehrveranstaltungen finden Sie im eKVV.

Beachten Sie bitte auch die Seite zur Online-Anmeldung.

Beratung »

Sie haben Fragen, auf die Sie in unserem Internetangebot keine Antwort finden? Nutzen Sie das Beratungsangebot!

Schulische Praxisstudien »

Anmeldung zur orientierenden Praxisstudie für StudienanfängerInnen im Nebenfach Erziehungswissenschaft
Formulare zur Bescheinigung von Praxisstudien durch Schulen und Lehrende.

Zeugnis »

Formular zur Beantragung des Bachelorzeugnisses.